Sieben Teilprojekte mit Synergien
Die Landwirtschaft Grindelwalds produziert hauptsächlich Milch und Fleisch. Zwei Teilprojekte dienen der vermehrten Nutzung dieser Rohstoffe in Grindelwald. Touristen und die einheimische Bevölkerung sollen in den Genuss der hochwertigen Produkte kommen. Die weiteren Teilprojekte beinhalten die Vermarktung der regionalen Kulinarik und die Gewinnung von Energie aus organischen Reststoffen.
hidden
Fleischverarbeitung
Teilprojekt 1 hat zum Ziel, mit einem neuen Fleischverarbeitungsbetrieb Nutztiere aus der Jungfrau Region zu qualitativ hochwertigen Fleischprodukten zu verarbeiten. Grindelwald als alpine Top-Destination mit dem Claim «Alpine Excellence» will sich auch bei der Herstellung und Vermarktung von Lebensmittelprodukten im Premium-Segment positionieren. Im Rahmen einer Innovationsstrategie wird der neue Fleischverarbeitungsbetrieb Premium-Produkte entwickeln und für die effiziente Beschaffung der Nutztiere wird eine neue digitale Plattform projektiert. Damit soll die Kapazitätsauslastung des Fleischzentrums sichergestellt werden.
Eigermilch AG
Die Eigermilch AG verarbeitet seit 2011 mit grossem Erfolg die Milch der lokalen Landwirtschaft. Aufgrund der stetig steigenden Nachfrage plant die Eigermilch AG den Ausbau der Verarbeitungskapazität und die Entwicklung innovativer Käse- und Milchprodukte, welche vor allem im lokalen Detailhandel, in der Hotellerie und Gastronomie abgesetzt werden sollen.
Food-Event Grindelwald-Eiger
Ein neuer Food-Event in Grindelwald will das Gästesegment der «Foodies» ansprechen und für eine Reise nach Grindelwald gewinnen. Der Food-Event steht im Zeichen der Kulinarik mit «Alpine Excellence» unter Verwendung lokaler Landwirtschaftsprodukte. Der Event wird voraussichtlich auf dem Eiger+ Areal stattfinden. Der Nordwandplatz bietet Raum für eine Vielfalt von Kulinarikanlässen wie Live-Kochen, Kochwettbewerbe, kleinere Workshops zu ausgewählten Kulinarik-Themen und vieles mehr.
E-Marketing
Die Kulinarik-affinen Gäste – oder jene, die es werden könnten – werden mit Themenwegen zu alpiner Kulinarik an die Berglandwirtschaft und die Verarbeitung deren Rohstoffe herangeführt. Die digitale Navigation entlang der Themenwege mittels Smartphone-App ermöglicht den Gästen,
sich an ausgewählten Way Points über spezielle Themen, z.B. über die Herstellung von Alpkäse, zu informieren. Dabei werden sie auf Verkaufsstellen mit Regionalprodukten und auf Restaurants mit alpiner Kulinarik aufmerksam gemacht. Die Kombination aus Wandern, digitaler Informationsvermittlung und digitalen Gewinnspielen sensibilisiert die Gäste für die alpine Kulinarik.
Produktvermarktung
Die Milch- und Käseprodukte der Eigermilch AG sowie die Fleischprodukte des neuen Fleischverarbetitungsbetriebs werden gezielt vermarktet, indem deren Alleinstellungsmerkmal mit spezifischer Kommunikation (Unique Advertising Proposition UAP) hervorgehoben wird. Hauptabsatzkanal ist dabei der Lebensmittel-Detailhandel Grindelwalds, welcher die lokalen Spezialitäten verkaufen wird (Eigerness – Der Laden). Für die Gastronomie besteht die Möglichkeit, den Regionaltrend in der Kulinarik zu nutzen, indem sie Produkte des Fleischbetriebs und der Eigermilch bezieht. Der weltweit bekannte Brand «Grindelwald – Eiger» verspricht zudem eine erfolgreiche Vermarktung der Produkte im Schweizer und internationalen Detailhandel.
Biogasanlage
Für die Verwertung organischer Reststoffe aus Landwirtschaft, Gastronomie und Lebensmittel-Detailhandel wird eine Biogasanlagen geplant. Die Energie soll für die Herstellung von Käse, Milch und Fleischprodukten verwendet werden und damit einen Beitrag an die Nachhaltige Entwicklung Grindelwalds leisten.
Veredelung Milch & Fleisch
Teilprojekt 7 ergänzt das lokale Ernährungsproduktionssystem, indem ein neues Reifelager für die Veredelung der lokalen Käse- und Fleischspezialitäten errichtet wird. Ein solches Reifelager eignet sich bestens für touristische Führungen und Degustationen, womit auch der Verkauf von lokalen Produkten gefördert werden kann.